BVDA: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V.

 
BVDA: Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V.
 

Der BVDA ::: Aufgaben&Ziele
Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter: Spitzenorganisation der deutschen Anzeigenblätter


Der am 3. Juli 1987 in Bonn gegründet Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (Federal Association of German free papers) ist einer der drei Verlegerverbände in Deutschland. Er ist die Spitzenorganisation der Anzeigenblattverlage. Ihm gehören 232 Verlage mit 902 Titeln bei einer ADA-geprüften Wochenauflage von 63,7 Mio. Exemplaren an. Damit repräsentiert der Verband 69,3 Prozent des Marktes. Anzeigenblätter sind nach BVDA-Definition Presseprodukte, die kostenlos mind. 12mal im Jahr in regelmäßigen Abständen an die Haushalte eines fest umrissenen Gebietes flächendeckend verteilt werden. Ihr Vorzug liegt in der hohen Haushaltsabdeckung, der entsprechend hohen Reichweite sowie der großen Lokalität. Anzeigenzeitungen weisen im Schnitt 30 bis 40 Prozent redaktionelle Inhalte auf.

Organisiert waren zahlreiche der meist wöchentlich erscheinenden Wochenblätter nach dem Krieg ab 1960 in der Interessengemeinschaft Verleger-Verband Deutscher Anzeigenblätter (VVDA). Der VVDA war von sechs Verlegern mit 7 Wochenblättern bei einer wöchentlichen Auflage von 400.000 Exemplaren gegründet worden. Daneben etablierte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) eine eigene Abteilung, die Arbeitsgemeinschaft Anzeigenblätter der Zeitungen (AdZ), innerhalb derer die von den Zeitungsverlagen oder deren Tochterunternehmen herausgegebenen Anzeigenblätter vertreten wurden. Allerdings führte das in nicht wenigen Fällen zu Zielkonflikten innerhalb des BDZV zwischen den Tageszeitungen und kostenlos zugestellten Wochenblättern. Auch war es wenig hilfreich, dass eine Mediengattung in zwei unterschiedlichen Verbänden organisiert war.

Nach jahrelanger Gegnerschaft von AdZ und VVDA wurde schließlich am 3. Juli 1987 in Bonn der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) gegründet. Die AdZ stellte ihre Tätigkeit ein. Schon im September 1987 waren 66 Verlage mit 240 Titeln und einer Auflage von 15,3 Mio. Exemplaren im BVDA organisiert. Zum 31.12.1987 wurde der VVDA auf den BVDA verschmolzen. Anfang 1987 hatte der VVDA noch 126 Mitgliedsverlage mit 316 Titeln bei einer wöchentlichen Auflage von 13,6 Mio. Exemplaren. Der BVDA ist seit 2002 in Berlin - im Haus der Presse – ansässig – ebenso der BDZV sowie VDZ (Verband Deutscher Zeitschriftenverleger). Geschäftsführer des BVDA ist seit Gründung Heiner Urhausen. Er war zuvor seit 1977 Referent für Anzeigen und Anzeigenblätter beim BDZV. Der BVDA ist Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).

Zu den BVDA-Aufgaben gehören nach seiner Satzung (§ 2) u.a.: Wahrung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Mitgliedsverlage. Dies schließt insbesondere die Unterrichtung seiner Mitglieder über alle für sie relevanten Grundsatzfragen, Entwicklungen und Tendenzen ein. Der BVDA berät seine Mitglieder auf allen Gebieten des Anzeigenblattwesens. Er fördert einen intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern. Des Weiteren erarbeitet er Stellungnahmen zu allen Fragen des Anzeigenblattwesens auch im Hinblick auf gesetzgeberische Maßnahmen. Der BVDA fördert den lauteren Wettbewerb. Er stellt Unterlagen bereit, die der Transparenz des Anzeigenblattmarktes förderlich sind. Der Verband kann in pressepolitischen Grundsatzfragen und in medienübergreifenden Bereichen mit anderen Organisationen des Pressewesens zusammenarbeiten. Der BVDA ist darüber hinaus Ansprechpartner für Media- und Werbeagenturen, Fachmedien, Politiker, Bildungseinrichtungen und sonstige Interessierte.

Organe und Willensbildung im BVDA: a) die Mitgliederversammlung, b) der Hauptausschuss, c) das Präsidium. Der Hauptausschuss besteht aus den Mitgliedern des Präsidiums und bis zu fünfzehn weiteren von der Mitgliederversammlung auf vier Jahre gewählten Mitgliedern. In Präsidium und Hauptausschuss hat jeder Stimmberechtigte eine Stimme. Im Hauptausschuss müssen die regionalen und strukturellen Verhältnisse der Mitglieder angemessen und sachkundig repräsentiert sein. Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten und vier Stellvertretern, die von der Mitgliederversammlung in getrennten Wahlgängen auf vier Jahre gewählt werden. Das Präsidium repräsentiert den BVDA in der Öffentlichkeit. Der Präsident führt den Verband. Zwei Mal jährlich – im April sowie im Herbst - lädt der BVDA seine Mitglieder zur Frühjahrstagung bzw. Herbsttagung ein. Die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung wird vom Präsidenten einberufen. Sie soll im ersten Halbjahr des Verbandsjahres stattfinden. Die BVDA-Frühjahrstagung ist in Berlin. Hingegen kommen die Verleger, Geschäftsführer und sonstigen Verlags-Verantwortlichen zur BVDA-Herbsttagung auf Einladung eines Mitgliedsverlages traditionell in eine andere Stadt. Neben den drei BVDA-Organen (Mitgliederversammlung, Hauptausschuss, Präsidium) gibt es BVDA-Arbeitskreise (Redaktion, Marketing, Internet) sowie eine Fachgruppe Direktzustellung. Hier kommen regelmäßig Verlags-Vertreter zu Arbeitssitzungen zusammen. Den Vorsitz in der Fachgruppe führt der BVDA-Vizepräsident, der im Rahmen der Aufgabenteilung des Präsidiums für den entsprechenden Geschäftsbereich zuständig ist.

Bisher hatte der BVDA drei Präsidenten
1987-10/1996: Hans Georg Weiss, Verleger Weiss-Verlag GmbH & Co. KG, Monschau

10/1996-03/2003: Dieter Schneider, Verleger beim Verlag Breu & Schneider, München

Seit März 2003: Helmut Gebauer, Geschäftsführender Gesellschafter Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, Saarbrücken


INTERNE AKTIVITÄTEN

•BVDA ist Träger der ADA, der Auflagenkontrolle der Anzeigenblätter und veröffentlicht die aktuellen Zahlen quartalsweise in der Mediainformation. Die ADA ist für die BVDA-Mitgliedsverlage obligatorisch.
•Umfassender Informationsdienst über alle die Mitgliedsverlage tangierenden Vorgänge (z.B. rechtliche Belange, Aktivitäten von Werbe-/Mediaagenturen und Grosskunden etc.)
•Konkurrenzbeobachtung
•Bereitstellung von Marktforschungs-Know-How für die BVDA-Mitgliedsverlage zur Erstellung von Studien zur Medialeistung der Anzeigenblätter
•Strategische Planung und Auswertung von Studienergebnissen
•Interner Presse- und Informationsdienst incl. regelmäßigem Newsletter
•Pflege und Weiterentwicklung des Planungsprogrammes BVDA TOPline
•Vertretung der Mitglieder in diversen Fachausschüssen der Werbewirtschaft


EXTERNE AKTIVITÄTEN

•Der Markt- & Mediaservice des BVDA gibt generelle Auskünfte zum Anzeigenblattmarkt und über die Ergebnisse der BVDA-Studien zur Medialeistung der Anzeigenblätter. Darüber hinaus stellt der Markt- und Mediaservice Kunden der Anzeigenblatt-Verlage sowie deren Agenturen das Planungstool BVDA TOPline kostenlos zur Verfügung und unterstützt diese bei konkreten Planungsanfragen.
•Der BVDA führt Studien durch (bzw. lässt durchführen) und gibt diese an die BVDA-Mitgliedsverlage weiter
•Der BVDA publiziert und verbreitet Ratgeber zum Werbeträger Anzeigenblatt
•Der BVDA betreut individuell Werbe- und Mediaagenturen bzw. Großkunden
•Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: der BVDA ist kompetenter Ansprechpartner für Journalisten, Politiker, Universitäten/Bildungseinrichtungen oder sonstiger Interessierter und verbreitet neben regelmäßigen Pressemitteilungen auch einen externen Newsletter
•Lobbying: der BVDA vertritt die Interessen der Anzeigenblätter in politischen und gesellschaftlichen Institutionen und ist zudem Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)

 
URL: http://www.bvda.de
 
 
 
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