HPV: Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e. V.

 
HPV: Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e. V.
 

Der Hauptverband Papier- und Kunststoffverarbeitung e. V. (HPV) ist der tarif- und sozialpolitische Spitzenverband der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in Deutschland.

Er ist die Interessensvertretung der überwiegenden Mehrheit der 800 meist mittelständischen Betriebe der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie, wenn auf der nationalen und internationalen Ebene gemeinsame Positionen in seinem Arbeitsgebiet zu erarbeiten und zu vertreten sind.

Der HPV wurde 1948 in Frankfurt als sozial- und wirtschaftspolitische Spitzenorganisation der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie gegründet. Seit 2008 werden die fachpolitischen Interessen dieser Industrie von den in den Wirtschaftsverbänden Papierverarbeitung e. V. (WPV) zusammengeschlossenen Fachverbänden vertreten.

Der HPV wird getragen von neun Landesverbänden und einem fachbezogenen Arbeitgeberverband, in denen die Betriebe der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie zur Wahrnehmung der sozialpolitischen Belange organisiert sind. Die Landesverbände betreuen ihre Mitglieder vor allem in arbeits- und betriebsverfassungsrechtlichen Angelegenheiten und nehmen überfachliche sozialpolitische und wirtschaftspolitische Interessen auf der regionalen Ebene wahr.

Der HPV koordiniert die sozialpolitischen Aktivitäten seiner Mitgliedsverbände und nimmt ihre gemeinsamen Interessen gegenüber Gewerkschaften, Politik und Öffentlichkeit auf nationaler und europäischer Ebene wahr. Er versteht sich dabei als Sprachrohr zur Profilierung der Branche gegenüber den politischen Institutionen, Behörden sowie anderen Institutionen und Verbänden der Wirtschaft.

Die Unterstützung der Mitgliedsverbände in arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen Belangen steht im Mittelpunkt der Aufgaben des HPV. Gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden führt der HPV Tarifverhandlungen auf der Bundesebene und unterstützt sie bei deren betrieblicher Umsetzung.

Die Veränderungen in der Arbeitswelt verlangen neue Antworten auch in sozialpolitischen Fragen. Tarif- und Sozialpolitik werden zunehmend als gemeinsame Instrumente angesehen. So hat der HPV im Bereich der Altersvorsorge gemeinsam mit dem Bundesverband Druck und Medien und ver.di als Sozialpartner mit dem Zukunftsfonds Medien, Druck und Papier ein Branchenmodell für die betriebliche Altersversorgung in Form einer Pensionskasse geschaffen.

Gemeinsam mit den WPV betreut der HPV die branchenspezifischen Interessen der Berufsausbildung. Er wirkt maßgeblich an der Entwicklung moderner Konzepte für die betriebliche Berufsausbildung sowie die Fort- und Weiterbildung mit. Insbesondere durch seine Betreuung der Neuordnung der branchenspezifischen Ausbildungsberufe wie dem des/der Verpackungsmittelmechanikers/ -in leistet der HPV einen wichtigen Beitrag zur Sicherung eines leistungsstarken Facharbeiter-Nachwuchses. Die Darstellung der zukunftsorientierten Branche für künftige Auszubildende gehört dabei ebenso zu seinen Aufgaben wie die Bereitstellung von Ausbildungsmaterialien.

Der HPV ist in ein nationales und internationales Netzwerk von Verbänden eingebunden. Auf der nationalen Ebene arbeitet er eng mit der sozialpolitischen Spitzenorganisation BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) zusammen. Dabei spielt die mittelständische Struktur der Mitgliedsbetriebe eine besondere Rolle. Das Arbeits- und Sozialrecht wird heute zunehmend durch die EU bestimmt. Zur Verfolgung der europäischen Interessen ist der HPV aktives Mitglied der internationalen Konföderation der Verarbeiter von Papier und Pappe (CITPA) mit Sitz in Brüssel.

Neben den genannten Spitzenverbänden vertritt der HPV die Branche bei der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung. Eine enge Zusammenarbeit pflegt der HPV mit den befreundeten Verbänden der Papiererzeugung und der Druckindustrie.

 
URL: http://www.hpv-ev.org
 
 
 
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