Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV)

 
Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV)
 

Aktiv im politischen Raum
Im Mittelpunkt der politischen Rahmenbedingungen muss die gute Versorgung der Patienten und Patienten bei einer dauerhaften Stabilisierung der Beitragssätze zur Gesetzlichen Krankenversicherung stehen. Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik ist bereit, auf allen Ebenen an der Umsetzung mitzuarbeiten.

Sicherung der Qualität
Der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik setzt auf Sicherung der Qualität, auf den offenen Markt für alle leistungsfähigen Sanitätshäuser und auf die Stärkung der Patientenrechte. Strenge Qualitätsstandards für alle einschlägigen Krankheitsbilder und Versorgungen müssen in Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Ärzten festgelegt und unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten fortgeschrieben werden. Grundsätzlich sollte festgelegt werden, welche Qualitätsstandards für die einzelnen Versorgungen durch die GKV in Zukunft übernommen werden. Es sollten Indikationen zur Versorgung aufgestellt werden, die sich an den Krankheitsbildern und verschiedenen Behinderungsgraden orientieren. Gefragt sind hier die Krankenkassen, die Vertreter der Ärzteschaft und des Medizinischen Dienstes, vor allen Dingen aber die Vertreter der orthopädietechnischen Betriebe und Sanitätshäuser, die die entsprechenden Hilfsmittel herstellen und den Patienten versorgen. Der BIV ist bereit zur aktiven Mitarbeit an derartigen Modellen, die zu Kosteneinsparungen führen, da sie Über- oder Falschversorgungen vermeiden.

Der BIV unterstützt alle Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung in den Mitgliedsbetrieben:


?Modernisierung des Berufsbildes, besonders bei der Beratung und Betreuung der Patienten.
?Umsetzung des Medizinproduktegesetzes und Vorschriften der Produkthaftung in den Betrieben.
?Als konkrete Maßnahme wird der BIV mittelfristig die Mitgliedsbetriebe zur Qualitätssicherung nach ISO-Norm 9001 anhalten.
Der BIV fordert einen Umdenkungsprozess bei den Zulassungsvorschriften. Als falsche Konsequenz aus einem verengten Kostendenken der Krankenkassen heraus hat sich ein Wildwuchs von unqualifizierten Anbietern am Markt etabliert. Schon jetzt werden Hilfsmittel durch den Versandhandel und über das Internet vertrieben. Die Preise önnen konkurrenzlos niedrig sein, da keine Beratung angeboten wird - solche Praktiken sind bestenfalls unschädlich für die Patienten. Nur durch eine kontinuierliche Kontrolle der Qualität der Leistungen und der Anbieter kann das Mengenwachstum bei orthopädie-technischen Leistungen und Hilfsmitteln zur Rehabilitation sinnvoll begrenzt werden.

Grundlage einer zukunftsweisenden Gesundheitspolitik sind der offene Markt für qualifizierte Anbieter und die Stärkung der Patientenrechte. Die Gesundheitsreform darf keine Verschiebungen zugunsten der Nachfragemacht der Krankenkassen bewirken. Integrationsmodelle (eine Kasse grenzt seine Versicherten auf wenige Vertragspartner ein) sind abzulehnen, da sie für den Patienten die freie Wahl des Arztes und des Sanitätshauses einschränken. Ein Budgetierung ist abzulehnen, da es zu medizinisch unbegründeten Einschränkungen der Qualität führt.

Der Gesundheitsmarkt darf nicht vom medizinischen Fortschritt und der demografischen Entwicklung abgekoppelt werden. Bei allen Verträgen mit den Kassen müssen die exakte Leistungsbeschreibung und der Preis als Einheit gesehen werden: Die Leistungsanbieter brauchen wieder betriebswirtschaftlich notwendige Preise.

Die Krankenkassen handeln eindeutig wie Unternehmen am Gesundheitsmarkt. Deshalb muss das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen und das europäische Kartell- und Wettbewerbsrecht für Verträge mit den Kassen maßgeblich bleiben.

 
URL: http://www.ot-forum.de
 
 
 
zurück